Lebenslauf Ernst Oppliger

1950

Geboren in Meikirch.
1966  Vorkurs Kunstgewerbeschule Bern.
1967-71 Lehre als Photolithograph, erste Versuche in Scherenschnitt.
1973  Alpsommer.
1975  Heirat  mit Ehefrau Rosmarie gemeinsames Atelier für Bauernmalerei, Kerbschnitzen, Scherenschnitt und Kalligraphie.
1976-82 Geburt von 3 Kindern.
1985 Aufgabe der Bauernmalerei zugunsten des Scherenschnittes.
1988 Im Verlag Paul Haupt erscheint das Buch von Alfred Schneider "Die Kunst des Scherenschnitts mit Ernst Oppliger".
ab 1975 Einzelausstellungen von Scherenschnitten im Kanton Bern, diverse Beteiligungen an Sammelausstellungen in der Schweiz und im Ausland.
ab 1993 Kursleiter für Scherenschnitt an der schweizerischen Heimatwerkschule in Richterswil, heute im Ballenberg ob Brienz.
2003 Illustration des Buches „ Der Vogelkopp“
 

   
   
 Seine Vorliebe für das Tierzeichnen aus der Vorstellung zusammen mit der vom Vater übernommenen  Volkskunst führte den Autodidakten Ernst Oppliger zum Scherenschnitt.
     Um seine Beschäftigung mit dem Alpaufzug zu „legitimieren“ verbrachte der nicht von einem Bauernhof stammende
Ernst Oppliger einen Sommer als Alpgehilfe.
     Bald gestaltete er mit den erarbeiteten Volkskunstformen Märchen und biblische Geschichten, später kamen barock ausgeschmückte Einzeldarstellungen von Vögeln, Bäumen, Schwingern etc. dazu. Eine weitere Reihe von umweltkritischen, satirisch-ironischen Werken folgte.
     Wählte er früher seine Motive nach ornamentalen Darstellungsmöglichkeiten aus, so beeinflusst ihn heute mehr
die direkt erlebte Landschaft des Berner Mittellandes. Die reine Schattensilhouette der Alpaufzüge und Geschichten ist grafisch vereinfachten, fein strukturierten Flächen gewichen, welche einen gewissen Holzschnittcharakter aufweisen.
     Typisch für den Scherenschnitt ist jedoch der feine Schatten der durch das lose Auflegen des Scherenschnittes auf den Untergrund entsteht und eine besonders weiche Wirkung ergibt.
     Ein Effekt der leider durch Reproduktion verloren geht. Das Thema Baum begleitet Ernst Oppliger durch all seine stilistischen Veränderungen. Neuste Arbeiten sind nicht mehr auf einem weissen Untergrund geklebt sondern schweben zwischen zwei Glasscheiben. Neue Themen: Grosse Tierdarstellungen, Schneelandschaften, Ausschnitte aus Naturstrukturen. (Baumäste, Blattadern, Felsen, etc.)








 

  



© Ernst OPPLIGER, 1950