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Seine Vorliebe für das Tierzeichnen aus der Vorstellung zusammen mit der
vom Vater übernommenen Volkskunst führte
den Autodidakten Ernst
Oppliger zum Scherenschnitt.
Um seine Beschäftigung mit dem Alpaufzug zu
„legitimieren“ verbrachte der nicht von einem Bauernhof stammende
Ernst
Oppliger einen Sommer als Alpgehilfe.
Bald gestaltete er mit den erarbeiteten
Volkskunstformen Märchen und biblische Geschichten, später kamen barock
ausgeschmückte Einzeldarstellungen von Vögeln, Bäumen, Schwingern etc.
dazu. Eine weitere Reihe von
umweltkritischen, satirisch-ironischen
Werken folgte.
Wählte er früher seine Motive nach ornamentalen
Darstellungsmöglichkeiten aus, so beeinflusst ihn heute mehr
die direkt
erlebte Landschaft des Berner Mittellandes. Die reine Schattensilhouette
der Alpaufzüge und Geschichten ist
grafisch vereinfachten, fein
strukturierten Flächen gewichen, welche einen gewissen
Holzschnittcharakter aufweisen.
Typisch für den Scherenschnitt ist jedoch der feine
Schatten der durch das lose Auflegen des Scherenschnittes
auf den
Untergrund entsteht und eine besonders weiche Wirkung ergibt.
Ein Effekt der leider durch Reproduktion verloren geht.
Das Thema Baum begleitet Ernst Oppliger durch all seine
stilistischen
Veränderungen. Neuste Arbeiten sind nicht mehr auf einem weissen
Untergrund geklebt sondern
schweben zwischen zwei Glasscheiben. Neue
Themen: Grosse Tierdarstellungen, Schneelandschaften,
Ausschnitte aus
Naturstrukturen. (Baumäste, Blattadern, Felsen, etc.)
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